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Forums » Schatten über Camelot - Deutsch » wie spielt man am besten als verräter?
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Spieler36675
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wie spielt man am besten als verräter? Wed, 28 December 2005 17:16
hallo an alle ritter der tafelrunde!

ich hab mir das spiel erst gestern gekauft und die anleitung studiert, ist mir auch alles relativ klar....wo ich allerdings hilfe von erfahrenen spielern gebrauchen könnte wäre: was kann man als verräter alles tun, um zwar gegen die ritter zu spielen aber nicht aufzufallen dabei?

freu mich schon auf unsere erste partie heute abend (allerdings wie empfohlen werden wirs wohl ohne verräter versuchen)

      
Motzy
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Re:wie spielt man am besten als verräter? Wed, 28 December 2005 20:09
Spieler36675 wrote on Wed, 28 December 2005 17:16

hallo an alle ritter der tafelrunde!

ich hab mir das spiel erst gestern gekauft und die anleitung studiert, ist mir auch alles relativ klar....wo ich allerdings hilfe von erfahrenen spielern gebrauchen könnte wäre: was kann man als verräter alles tun, um zwar gegen die ritter zu spielen aber nicht aufzufallen dabei?

freu mich schon auf unsere erste partie heute abend (allerdings wie empfohlen werden wirs wohl ohne verräter versuchen)




Es kommt natürlich darauf an,wie du spielen willst.
Ich persönlich versuche immer,das jeder den anderen verdächtigt.
Meistens hebe ich mich hervor und schaue,das mindestens eine Quest durch meine Hilfe geschafft wird (Somit ist man weniger verdächtigt).
Wenn jetzt bei einem die Quest schiefgeht,dann bezweifle ich das meistens. Oft macht derjenige noch einen Fehler und schon fange ich an,alles bei ihm zu kritisieren (Natürlich nicht extrem,sondern immer mit kleinen Sticheleien).
Falls mir vorkommt,das mich jemand als Verräter enttarnen will,dann jammere ich,warum jeder nur so schlecht denkt etc.

Das macht so auf jedenfall viel Spaß Wink
      
atefec
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Re:wie spielt man am besten als verräter? Thu, 29 December 2005 18:02
Um als Verräter nicht aufzufallen, reicht es in der Regel, wenn man nicht auffällig schlecht oder unproduktiv spielt. Laughing Hört sich blöd an, trifft es aber ganz gut. Denn wer besonders ineffektiv spielt, also zum Beispiel nur von Queste zu Queste rennt und immer ohne Sinn und Plan nur eine einzelne Karte spielt, macht sich schon mal verdächtigt.

Als Verräter kümmere ich mich gerne im Alleingang um vereinsamte Gruppenquesten (z. B. Gral oder Excalibur). Heldenmütig erkläre ich, dass ich zwar so ganz für mich allein die Queste nicht gegen das Böse gewinnen kann, aber unbedingt verhindern möchte, dass die Queste verloren geht. Wenn das mal kein bewundernswertes Motiv ist! Ich bitte auch noch darum, dass andere Ritter, sobald sie frei werden, doch zu mir stoßen und mich unterstützen sollen. Sobald dann die Verstärkung eintrifft, sind mir blöderweise die passenden Karten ausgegangen... Rolling Eyes

Außerdem empfehlenswert: Die eigenen Lebenspunkte schon recht früh im Spiel für zweite Heldentaten opfern! Wer man dann nur noch zwei Lebenspunkte auf dem Konto hat, macht man sich nicht verdächtig, wenn man später im Spiel nichts mehr opfern will!

Na ja, so auf diese oder ähnliche Art. Der Tipp von Motzy, den Verdacht auf andere Spieler zu lenken, ist auch gut. Allerdings sollte man das nicht übertreiben. Wer besonders eifrig mit Beschuldigungen und Verdächtigungen um sich wirft, wird selbst schnell suspekt... Twisted Evil

Viel Spaß!
      
waylander_76
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Re:wie spielt man am besten als verräter? Wed, 20 September 2006 17:20
Auch wenn die Frage schon lange her ist - evtl schaut je jemand neues mal ins Forum und hat die gleichen Fragen:

Was auch ganz net ist: Bei der Excalibur-Queste kann man ja jede beliebige weiße Karte ausspielen - verdeckt!!! Also wirft man einfach immer die besten Karten dort rein, während die Gruppe denkt, man kämpft um das Schwert...
Laughing

werft mal 2 Merlin-Karten ins Wasser, oder lauter 4er und 5er (die kommen ja nur begrenzt vor, werden aber für fast alle Questen gebraucht!)
Twisted Evil

Ist man dann endlich mal entlarvt und ist die Rittergruppe recht klein, ist eine Belagerungsmaschine pro Runde oft tödlicher als eine schwarze Karte.
Selbst wenn die Gruppe 1 Ritter zum Kampf gegen die Belagerung abstellt, gehen dem irgendwann die weißen Karten aus, und welche Gruppe kann es sich schon leisten, 2 Ritter dafür abzustellen?
      
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Re:wie spielt man am besten als verräter? Thu, 21 September 2006 09:51
Das stimmt,

so machen wir das eigentlich auch immer. Allerdings sind wir schon solche "Profis", dass es sehr auffällt, wenn jemand sich "zulange" bei der Quest aufhält, dann kommt schon schnell Zweifel auf.

Einen meiner Tricks ist es, ich oute mich jetzt x, dass ich sehr gerne die Ritter in Sicherheit wiege. Wenn ich zum Beispiel der Verräter und auch König bin, dann tausche ich immer und in jeder Runde sehr gute Karten mit Leuten, um ihnen zu zeigen, dass ich "wohlgesonnen" bin. Dabei hetze ich ganz gerne die Meute auf, wenn ich sehe, dass sie nicht so tatkräftig sind, beim "Questengewinnen". Das mache ich so lange, bis wirklich Unmut entsteht, und falsche Anschuldigungen entstehen. So bekomme ich meine schwarzen Schwerter.

Am Ende (ich halte, wenn ich sie bekomme immer die Schicksalkarte auf der Hand) mache ich mich erkennbar, und dann wird abgerechnet.

Zum Glück habe ich noch nie als Verräter verloren, dafür aber schon zu oft, als Ritter. Aber trotzdem, Schatten über Camelot ist der absolute HAMMER!!!

Gruß

KK
      
schwarzer Ritter
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Re:wie spielt man am besten als verräter? Tue, 10 October 2006 22:12
Spiel als Verräter?

Ich hab da nen erstklassigen Tipp: Behaltet alle Sonderkarten auf der Hand, also keinen Merlin oder Verstärkung ins Wasser werfen. Abgelegte Karten werden nämlich wieder neu gemischelt und kommen ins Spiel zurück.

Die Karten, die ich auf der Hand hab, sind für die Gemeinschaft für immer verloren! *muhahaha* Twisted Evil

[Mis à jour le: Tue, 10 October 2006 22:22]

      
atefec
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Re:wie spielt man am besten als verräter? Wed, 11 October 2006 09:56
schwarzer Ritter schrieb am Tue, 10 October 2006 22:12

Spiel als Verräter?

Ich hab da nen erstklassigen Tipp: Behaltet alle Sonderkarten auf der Hand, also keinen Merlin oder Verstärkung ins Wasser werfen. Abgelegte Karten werden nämlich wieder neu gemischelt und kommen ins Spiel zurück.

Die Karten, die ich auf der Hand hab, sind für die Gemeinschaft für immer verloren! *muhahaha* Twisted Evil


Grundsätzlich richtig. Es kommt aber auch drauf an... Very Happy In manchen Spielen macht man sich als Verräter nämlich gerade dadurch verdächtig, dass man viele Karten auf der Hand hat, aber letztendlich nirgends so richtig effektiv mitspielt.

So geschehen in unserer letzten Partie am Wochenende (5 Spieler), in der ich wieder mal Verräter war. Es war so, dass nach den ersten erfolgreichen Questen irgendwie ständig alle Ritter knapp an Karten waren. Ich hatte neben hochwertigen Kampfkarten noch zwei Merlinkarten und zwei Spezialkarten auf der Hand und eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Ritter mit meinen guten Karten aktiv unterstützen (was mir als Verräter natürlich zuwider ist) oder die guten Karten im See versenken. Nachdem die Excalibur-Queste ohnehin immer am Rand der Niederlage stand, haben es alle als wertvolle Tat angesehen, dass ich mit meinem Einsatz den Verlust des Schwertes verhindert habe!

Ganz am Ende sind mir die Ritter übrigens doch noch auf die Schliche gekommen, eben weil ich immer noch einige Karten auf der Hand behalten hatte. Gut für mich, dass es da schon 5 weiße gegen 6 schwarze Schwerter stand. Nachdem sowohl die Sachsen- als auch die Piktenqueste kurz vor der Niederlage standen, war mein Sieg letztendlich nicht mehr zu vermeiden. Twisted Evil

[Mis à jour le: Wed, 11 October 2006 09:58]

      
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Re:wie spielt man am besten als verräter? Thu, 12 October 2006 09:36
Herzlichen Glückwunsch!!!

Ich sach ja, der Verräter zu sein ist schon ne geile Sache. Vor allem, wenn man enttarnt ist, und dann nach und nach den Untergang der anderen mitverfolgt *hehehe* Twisted Evil

Gruß

KK
      
Biri
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Re:wie spielt man am besten als verräter? Sat, 30 December 2006 18:18
hallo ritter,
hier sind viele gute ansätze bereits geschrieben worden. interessant ist es auch, als verräter die rüstung von lanzelot zu haben. man kann dann immer die gemeinere karte spielen.
außerdem solltet ihr als verräter unbedingt jemanden anklagen, weil diese anklage natürlich falsch ist und somit ein weißes schwert auf die schwarze seite gedreht wird.
irgendwann muss man aufhören, so mit der gruppe mitzuschwimmen, weil man als verräter nicht ewig unentdeckt bleiben kann, ohne gemeine aktionen durchzuführen.
oftmals richtet man (gerade zum ende des spiels) viel mehr schaden an, wenn man enttarnt wurde. man verspottet die ritter (zieht eine weiße handkarte, natürlich bei dem ritter, der ganz bestimmte karten braucht oder hat oder wenige karten hat). weiterhin kannst du dann eine schwarze karte spielen oder besser gleich einen katapult aufstellen. und je länger das spiel dauert, desto mehr wird das schwarze gewinnen. die ritter müssen irgendwann gegen die katapulte kämpfen. das kostet nicht nur einen spielzug sondern auch die wichtigen weißen karten. würfelt er schlecht, verliert er sogar ein lebenspunkt.
also mein tipp als verräter:
1. lanzelot rüstung holen.
2. dafür sorgen, dass 6 katapulte aufs brett kommen und sobald ein weißes schwert in c liegt anklage erheben.
3. ab da an als verräter spielen und offensiv sabotieren.
4. jetzt wird man sicherlich selbst angeklagt
5. katapulte katapulte katapulte, denn die brechen der gruppe das genick!
viel spaß biri
      
atefec
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Re:wie spielt man am besten als verräter? Tue, 02 January 2007 08:43
Hallo Biri,

diese Vorgehensweise ist sicherlich ein guter Plan für den Verräter. Allerdings kann man die Rolle auf verschiedene Arten ausfüllen und interpretieren.

Lanzelots Rüstung ist natürlich klasse für den Verräter. In unseren Spielen hat das aber noch nie geklappt, dass der Verräter die Rüstung bekommen hätte. Schließlich ist das eine Soloqueste und man braucht alle passenden Karten von Beginn an auf der Hand. Die Wahrscheinlichkeit, dass das ausgerechnet dem Verräter vergönnt ist, ist geringer, als dass einer der anderen Ritter die passenden Karten hat. Gut, über den Kartenaustausch zu Beginn des Spiels kann man vielleicht noch was deichseln, bei uns ist das aber für den Verräter wie gesagt noch nie aufgegangen.

Ansonsten gibt es die eher aggressive Spielweise (wie von dir beschrieben) oder eher eine defensive, passive und heimliche Variante, die mir persönlich wesentlich lieber ist. Ich liebe einfach den Blick der getreuen Ritter, wenn ich am Spielende die Verräterkarte zücke und zwei weiße Schwerter umdrehe, um so aus dem Sieg noch eine Niederlage zu machen. Etwas Schöneres gibt es für den Verräter eigentlich nicht!

Wenn man einfach unauffällig und inneffektiv spielt und gute Karten zurückhält, schadet man der Gruppe bereits sehr. Unsere Gruppe hat jedenfalls noch nie gegen einen nicht enttarnten Verräter gewonnen. Einfach deshalb, weil die getreuen Ritter dann ja mit mindestens 9 weißen gegen 3 schwarze Schwerter gewinnen müssten. Ein Ergebnis von 8:4 reicht schon nicht mehr, wenn der unenttarnte Verräter am Ende zwei Schwerter umdrehen darf, denn dann steht es nur noch 6:6 und das Böse obsiegt! Ein 9:3 Sieg ist aber fast nicht zu packen, wenn einer der Ritter nicht effektiv mitspielt.

Meine Taktik als Verräter ist deshalb, möglichst unentdeckt zu bleiben. Es ist echt spannend und beinahe ein Tanz auf der Rasierklinge, den getreuen Rittern möglichst wenig zu helfen und dabei unentdeckt zu bleiben!

Aber wie man hier lesen kann, gibt es verschiedene Taktiken und jeder soll die wählen, die ihm am besten gefällt. Das ist auch eine der großen Stärken des Spiels, dass es so viele Wege zum Erfolg gibt!
Surprised
      
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Re:wie spielt man am besten als verräter? Tue, 02 January 2007 09:46
Hallo atefec,

ich stimme Dir in jeder Hinsicht zu, und Deine Taktik ist auch die selbe, der ich eigentlich immer folge. Aber, ich muss Biri auch zustimmen, dass es so schön ist, offen gegen alle zu spielen.

Ein Beispiel:

Erst kürzlich haben wir das Spiel mit 2 Neuanwertern der Tafelrunde gespielt, die total aus dem Häuschen waren, aber das nur am Rande. Durch einen sehr sehr tragischen Unfall, an dem ich nicht beteiligt war (ich war der Verräter) Rolling Eyes , kamen 2 sehr erfahrene Spieler ums Leben, und so saßen noch 1 erfahrener und 2 unerfahrene Spieler am Tisch, und ich, he he he... Twisted Evil

Erst haben wir um die Verschiedenen getrauert und waren sehr verstört. Um so verstörter war unser Neuankömmlich Kaddie die Erste, als ich dann irgendwann, im Anschein ihr zu helfen, die Schicksalskarte zog und sie sabotierte. Ihr fiel alles aus dem Gesicht, und sie konnte es den ganzen Abend nicht fassen. Sie stammelte immer nur: Ich habe Dir vertraut! Und ich sagte nur ganz lässig: Jaha... Twisted Evil

Und der weitere offene gnadenlose Kampf war eine Wonne, zu sehen, wie ein aussichtsloser Kampf gefochten wurde, natürlich für die "Schlappritter". Es war der Sieg des "Schwarzen Lords"!!! He he he.... Twisted Evil

Gruß

KK
      
Biri
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Re:wie spielt man am besten als verräter? Thu, 04 January 2007 17:30
mit dem 9:3 vorlegen hast du recht, dass ist sehr schwierig. die lanzelot queste macht nat. erst sinn, wenn du genug karten hast. darum ist es ratsam für alle, erstmal in camelot karten zu ziehen. das haben wir auch manchmal 2-3 mal gemacht bevor alle aufbrachen. schwarze karten brauchen auch noch nicht umgedreht zu werden, weil man ja lebenspunkte opfern kann. mit dann noch 2 lebenspunkten und 6 neuen karten als grüner ritter (wegen seiner spezialfähigkeit) ist die lanzelotqueste recht einfach.
gruß biri
      
Firefly01
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Re:wie spielt man am besten als verräter? Tue, 12 June 2007 04:28
meine erste nachricht und dann gleich in nem veralteten thema.

in meiner runde war SüC recht lange ein gerngesehenes spiel und zu anfang hat man sich auch noch über die verräterkarte gefreut, denn es war fast ein garant für den sieg.

doch dann kam alles anders:

neuerdings ist die verräterkarte der garant für eine niederlage (ausser bei 3 spielern)da wir standartmäßig 9:4 (meist besser)gewinnen und dabei spielt es keine rolle ob mit kappenregel oder ohne.

es wurden schon aller verrätertaktiken von aggressiv- störend bis ineffizient- heimlich probiert und so manche exotische variante gespielt, doch hat der verräter immer das nachsehen.

wir haben einen standartweg durch das spiel gefunden der eine verkettung von wenn-dann beziehungen ist, der letztens sogar den worst-case geschlagen hat:

5 spieler
1 verräter
galahad u. artus nicht dabei (keine knappenregel)
1. zug verräter (jüngster spieler) schwarze karte
morgana: drei nächsten schwarzen karten ziehen und ausfüheren
wir überhablich wie wir waren: keine 3 merlins rausgehauen
1.gezogene karte: vivien
2. nebel von avalon
3. dunkler wald

trotzdem 9:4 gewonnen
verräter nicht enttarnt aber gestorben (wollte den gral klauen)
endergebnis: 7:6 sieg
heikel aber gewonnen

feststellung. verräterkarte ist ne niete!!

um nicht opfer der üblen nachrede zu werden das thema verfehlt zu haben hier noch einige verrätertaktiken die ich für die sinnvollsten, wenn auch wenig erfolgverspechende halte.

die verrätertaktik sollte nicht auf laune oder standart beruhen, sondern gewissen szenarios.

(folgendes bezieht sich nur auf "normale" regeln ohne knappenvariante; nachlieferung möglich wenn ich jemanden erreiche)

szenario1: (bestmöglicher treffer)

ritter: arthus
starthand mit 3x5, 2x4 + M
5 spieler oder weniger
variante der runde: save
gesinnung der mehrheit: treudoof und kooperativ (am besten ist noch einer am tisch der waghalsig spielt und sich zum großen inquisitor erklärt und falsch anklagt. diesen spieler kann man nachdem man die gruppe angeheitzt hat auch ohne bedenken anklagen ohne sich eine garantierte gegenanklage zu fangen.)
crap gegen merlin tauschen (wenn galahad am tisch sitzt gehen meist alle merlins über arthus nach galahad)

1.zug: ziehe schwarze karte!! (unverdächtig und negativ (=positiv)
ziehe weiße karten!! (wer sofort zur rüstung rennt ist zu auffällig)
crap gegen merlin tauschen (wenn galahad am tisch sitzt gehen meist alle merlins über arthus nach galahad)

2.zug (variante a):
irgenteine mistsau will uns die rüstung klauen, da er sofort zu start ein full-house hatte.
tausch ihm sein full house kaputt!!
zug: schwarze karte
weiße karten

3.zug:
ertausche dir den zweiten merlin
schwarze karte
gehe zur rüstung (von wo du den anderen vertrieben hast)
opfere lebenspunkt:
lege eine vier auf das paar
(mindestens eine schwarze lanzelotkarte sollte jetzt da sein)
versuche alles galahad zur exkaliburqueste zu bewegen

sollten die anderen an dieser stelle auf die idee kommen sechs belagerungsmaschienen aufzustellen um dich anzuklagen verlieren sie fast garantiert, da sie einen ritter, zwei züge und drei merlins verlieren.
tritt dieser fall trotzdem ein stelle immer!! eine belagerungsmaschiene auf und ziehe galahad auf null karten, wodurch noch ein ritter (der zweitstärkste) rausfällt.
jetzt kannst du schon mal die korken knallen lassen und deinen sieg noch während der partie feiern.

aber wir gehen mal nicht davon aus.

4.zug
jetzt trudeln so langsam die ersten 3-5 weißen und das erste schwarze schwert ein.
mit ein wenig glück liegen schon 3 karten auf der lanzelot- queste (am besten eine hohe oder gar eine verdeckte; sollte ein spieler eine verdeckte krte auf die lanzelot-queste legen, freue dich innerlich und beschwere dich nach aussen lautstark über den "übeltäter", denn er gab dir die gelegenheit deine erste fünf auf den drilling zu legen)
zug:
lebenspunkt/ oder belagerungsmaschiene (je nachdem wie gut du schauspielern kannst und die anderen auf deine seite gezogen hast)
tausche einen merlin bei galahad gegen crap (oder vllt. sogar eine 5)
spiel die zwei vier (u.U. muss man hier auch erst die erste 5 legen)
mach darauf aufmerksam das guinivere jetzt ein großes problem wäre und das weitere lanzelotkarten "euer" gesamtes vorhaben zum scheiternbringen könnte und sorge so für den verlust von lebenspunkten und den anstieg der belagerungsmaschienen (deine besten freunde).

zug5:
nimm die karte von galahad in die hand, murmel etwas von "hilfe" und "werd nicht fertig durch den spinner" o.ä. und tausche sie mit demjenigen, dem du die größte hilfsbereitschaft ansieht (evtl. bekommst du so sogar noch eine 5)
zug:
belagerungsmaschiene (dein ärger über einen ausgewählten mitspieler sollte noch immer nicht verflogen sein)
spiel die zweite 5

zug 6:
4-6 weiße schwerter und 1-2 schwarze werden wohl schon in camelot liegen. die gruppe wird sich der endlichen quest nähern oder zumindest eines schon erreicht haben.
zug:
schwarze karte (es sei denn es liegen schon 4 schwarze karten auf der lanzelotquest/ dann lebenspunkt)
beende die queste und sack die benefits ein.
da vermutlich eine nutzlose karte dabei ist tausche sie mit demjenigen, dessen augen am meisten leuchten, während du überlegst mit wem du tauschen möchtest.

dein ziel ist es die dame vom see und möglichst viele merlins zu bekommen um deine chancen auf die hoffentlich noch nicht erfüllte und daher noch "freie" exkalibur- reliquie deutlich zu erhöhen und durch die merlins in deiner hand die anderen zu blockieren.

zug 7: jetzt schlägt deine stunde

sollte der gral in der hand eines dir wohlgesonnenen spieler befinden kannst du ihn stehlen (d.h. du suchst dir eine möglichst "heldenhafte" art zu sterben und machst ein riesen wirbel darum (einen arthus mit lanzelots rüstung und ohne ein riesen "ich hab gewonnen- Grinsen) belegt man gerne wieder)

sollte es dir je möglich sein exkalibur zu stibizen (ob mit dame vom see oder blitzzug TU ES!!)
so nimmst du dem team jede möglichkeit schwarze SEHR unangenehme karten zu blocken.

zug:
schwarze karte (nach möglichkeit starke drachenkarten, sonst belagerungsmaschienen (keine zu starken karten, du brauchst deine züge noch)

hast du eine drei und eine eins auf der hand, begebe dich zur drachenqueste / wenn nicht ziehe karten (drei, zwei tuts auch)

zug 8:
schwarze karten (nach möglichkeit starke drachenkarten, sonst belagerungsmaschienen (keine zu starken karten, du brauchst deine züge noch)
begib dich zur drachenqueste

zug 9:
schwarze karten (nach möglichkeit starke drachenkarten, sonst belagerungsmaschienen (keine zu starken karten, du brauchst deine züge noch)
spiele eine 3 in den ersten drilling

zug 10: der "abgang" mit stil kann und spezialeffekten
schwarze karten (nach möglichkeit starke drachenkarten (nicht vollmachen!!), starke schwarze karte wenn vorhanden mit sichlichem genuss spielen)
spiele deine 1 in den zwieten drilling der drachenqueste
und dann je nach handkarten:
fall 1: du besizt "schicksal" = spielen, freuen, feierabend
fall 2: du besitzt "heldentum" = auf drachenqueste spielen und s.o.
fall 3: du besitzt beides = spiel worauf du mehr lust hast/ was mehr effekt hat.
fall 4: du besitzt keines = klag jemanden an

durch deine starke position kannst du dir an dieser stelle einen solchen coolen "abgang" erlauben, läuft es allerdings nicht ganz so rosig mach den drilling mit der 3 voll und such dir die schwarzen karten mit dem höchsten aber unaffälligsten störfaktor herraus und versuch unerknnt in ziel zu kommen und erfreu dich deinem sieg.

so wie hier beschrieben läuft ein spiel wohl alle zehn jahre vllt. mal ab, allerdings kann man sich ein paar anregungen rauspicken und sein repertoi noch ein wenig erweitern.

viel spass beim ausprobieren, demnächst vllt. noch mehr.

p.s.: anregungen, erweiterungen und diskussionsansätze immer willkommen

gruß, firefly aus dem ruhrgebiet
      
atefec
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Re:wie spielt man am besten als verräter? Tue, 12 June 2007 08:10
Firefly01 schrieb am Tue, 12 June 2007 04:28

neuerdings ist die verräterkarte der garant für eine niederlage (ausser bei 3 spielern)da wir standartmäßig 9:4 (meist besser)gewinnen und dabei spielt es keine rolle ob mit kappenregel oder ohne.

es wurden schon aller verrätertaktiken von aggressiv- störend bis ineffizient- heimlich probiert und so manche exotische variante gespielt, doch hat der verräter immer das nachsehen.

wir haben einen standartweg durch das spiel gefunden der eine verkettung von wenn-dann beziehungen ist, der letztens sogar den worst-case geschlagen hat:
...
...
trotzdem 9:4 gewonnen
verräter nicht enttarnt aber gestorben (wollte den gral klauen)
endergebnis: 7:6 sieg
heikel aber gewonnen

feststellung. verräterkarte ist ne niete!!


Tja, damit scheint SüC bei Euch wohl ein Fall für eBay zu sein. In so einer bedauerlichen Lage sind wir in meiner Gruppe gottlob nicht. Bei uns gewinnt der Verräter immer noch bei drei von vier Spielen, meistens, indem er einfach unauffällig und dennoch ineffektiv spielt.

Eines würde mich aber schon interessieren: Euer Verräter starb, als er den Gral stehlen wollte... Wie in aller Welt kann man den Gral stehlen? Hat er sein letztes Leben geopfert und gehofft, dass man ihn wiederbelebt??? Das wäre meines Erachtens keine gute Taktik. Erstens hilft man mit zu vielen geopferten Lebenspunkten den getreuen Rittern und zweitens versuche ich als Verräter immer zu überleben und möglichst nicht enttarnt zu werden. Schließlich darf ich dann am Ende zwei weiße Schwerter auf schwarz umdrehen, weshalb die getreuen Ritter mindestens mit 9 weißen gegen 3 schwarze Schwerter gewinnen müssen. In deinem worst-case-Szenario wäre ein 9:3 Sieg wohl sehr unwahrscheinlich.

Doch zurück zu eurem Problem: Offensichtlich habt ihr die Spielmechanismen inzwischen so gut durchleuchtet, dass die Standardregeln und die Varianten keine Herausforderung mehr für euch bieten. Aber dafür kann man sich ja Hausregeln schaffen. Hier ein paar Vorschläge, um die Chancen des Verräters zu erhöhen:

1. Beginnt das Spiel gleich mit drei schwarzen Schwertern in Camelot.
2. Erhöht die Zahl der schwarzen Schwerter für jede verlorene Queste.
3. Zieht zusätzliche schwarze Karten, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, beispielsweise immer wenn ein Ritter Camelot verlässt und immer wenn eine Queste verloren oder gewonnen wurde.
4. Der enttarnte Verräter darf pro Runde zwei schwarze Karten aufdecken und zusätzlich zwei weiße Karten von anderen Rittern ziehen und ablegen.
5. Ganz extrem: Wird der Verräter nicht enttarnt, darf er am Ende drei (statt zwei) weiße Schwerter umdrehen.

Kombiniert diese Varianten nach Belieben, bis ihr das Spiel wieder als Herausforderung empfindet! Twisted Evil

Quote:

hier noch einige verrätertaktiken die ich für die sinnvollsten, wenn auch wenig erfolgverspechende halte.


Da jedes Spiel anders verläuft (je nachdem welche Karten im Spiel sind und welche Ritter der Gemeinschaft angehören) bin ich mit standardisierten Handlungsanweisungen immer etwas vorsichtig.

Gut, dein Beispiel geht jetzt davon aus, dass König Artus der Verräter ist, sonst geht diese ganze Tauscherei nicht. Außerdem macht man sich natürlich sehr verdächtig, wenn man man als Artus nur Schrott wegtauscht und selber ständig gute Karten fordert. Deshalb finde ich Sir Bedivere interessanter als Verräter, der kann gute Karten völlig unauffällig auf den Ablagestapel befördern. Aber letztendlich kann man ohnehin nicht aussuchen, welcher Ritter der Verräter ist.
Bei uns gibt es eigentlich nur eine echte Verrätertaktik: Sich um keinen Preis verdächtig machen und bis zum Ende unentdeckt bleiben! Wenn das gelingt, müssten die getreuen Ritter wie gesagt mit 9:3 weißen Schwertern siegen. Bei einem geschickten Verräter, der ineffektiv aber dennoch unauffällig spielt, ist das gar nicht so einfach. Bei einem 8:4 gewinnt dann schon der unentdeckte Verräter, indem er am Ende zwei weiße Schwerter umdreht und der Endstand von 6:6 das Böse triumphieren lässt.

[Mis à jour le: Tue, 12 June 2007 09:25]

      
Firefly01
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Re:wie spielt man am besten als verräter? Tue, 12 June 2007 23:36
hallo atefec,

mit gral stehlen meine ich in der tat einen "heldentot" der so würdevoll ist das die moralischen mechanismenim im besitzer des grals dazu "zwingen", dass er den gral nutzt um den verräter wiederzubeleben (wenn du deinen gegenüber einschätzen kannst ist dies SEHR sinnvoll).

sinn:
1.gral ist für ritter nicht mehr verfügbar
2.3 zusätzliche "gute" (mind. eine sinnvolle) taten gegen 4 wirklich positive (wenn du eine gute tat als verräter machst ist sie wenn du kein honk bist weniger sinnvoll als wenn ein getreuer sie macht)

meine "variante" ist ein szenario, das natürlich so gut wie nie komplett greift, aber man kann ein paar taktiken für sich heruasfiltern, z.B. wie man lebenspunkte verliert ohne großen sinn für die getreuen und mit viel sinn für dich: weniger auffällig als punkte zu horten; macht deine aktoinsmöglichkeiten starrer.
ein verräter mit 3-4 LP hat sich schon verraten.
es ist ausserdem nur eine variante, die phasenweise gut funktioniert, ich habe noch mehr für andere ritter, starthände etc., hätte aber nicht gedacht as es so viel arbeit ist schon diese eine zu tippen. bei interesse würde ich mich noch um mehr bemühen, aber wenn deine taktik (die mir persöhnlich immer wenig spass macht) aufgeht ist ja alles so wie es sein soll Smile

tipp für dich:
wenn euer verräter meist gewinnt, du aber manchmal enttarnt wirst ohne unheil und verderben gebracht zu haben, dann tu nur so als würdest du deine getreue-karte angucken. ein besseres pokerface kann man nicht haben.
(zur rechten zeit musst du natürlich trotzdem nachschauen um nichts zu verschenken)

wenn du weißt wer der verräter ist, dann klag ihn (fast) nie an!
ein verräter der sich für sicher (selbst wenn er weiß das du es weißt) hält, richtet zehnmal weniger schaden an als ein enttarnter!
in deinen absehbaren (vor-) letzten zug haust du ihn aus dem spiel und du kannst dich über seinen ärger freuen, dass er so ziehmlich keinen schaden anrichten konnte.

deine varianten klingen sehr interessant, wobei mir die variante schwarze karten bei der niederlage einer queste (am besten genausoviele wie es weiße geben würde) auszuspielen, am besten gefällt.

meine regelfrage: haben wir eigentlich richtig gehandelt als wir trotz totem verräter 2 weiße schwerter umgedreht haben (habe es immer angezweifelt)

gruß firefly

[Mis à jour le: Tue, 12 June 2007 23:43]

      
atefec
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Re:wie spielt man am besten als verräter? Wed, 13 June 2007 06:52
Firefly01 schrieb am Tue, 12 June 2007 23:36


meine regelfrage: haben wir eigentlich richtig gehandelt als wir trotz totem verräter 2 weiße schwerter umgedreht haben (habe es immer angezweifelt)

gruß firefly

Gute Frage, firefly! Ich musste doch eine Weile suchen, bis ich die Antwort gefunden habe. Die FAQ helfen aber auch in diesem Fall weiter, denn dort heißt es:
VI. Anklagen:
Kann ein toter Ritter verdächtig werden?
Ein toter Ritter ist tot. Er kann seine Treue-Karte nicht mehr aufdecken und deshalb auch nicht angeklagt werden. (Natürlich kann er auch selbst niemanden mehr verdächtigen!) Stirbt der Verräter vor Ende des Spiels, darf er am Ende der Partie nicht zwei weiße Schwerter auf die schwarze Seite drehen.


Wichtig in diesem Zusammenhang ist folgende Klarstellung im Regelheft (S.12):
Auch wenn Sie tot sind, dürfen Sie Ihre Treue-Karte bis zum Ende des Spiels nicht aufdecken. Selbst wenn Sie in der Schlacht gefallen sind, haben Sie noch die Chance, Ihren Sieg zu genießen (posthum, versteht sich!), falls Ihre Seite schließlich doch noch gewinnt.

Fassen wir also zusammen: Stirbt ein Ritter, deckt er seine Treue-Karte nicht auf. Stellt sich am Ende des Spiels heraus, dass er der Verräter war, werden aber auch keine weißen Schwerter umgedreht!

Freut mich, dass dir meine Variantenvorschläge zusagen! Berichte nach eurem nächsten Besuch in Camelot doch mal davon, welche Auswirkungen die Hausregel auf das Spiel hatte. Das würde sicher auch andere Ritter interessieren!

Gruß, atefec Smile

[Mis à jour le: Wed, 13 June 2007 06:54]

      
    
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